Fleur de Sel – Die Blume des Salzes

Fleur de Sel ist das teuerste Meersalz, doch zugleich auch das aromatischste. Es überzeugt durch seine Milde und Knusprigkeit. Um im Nudelwasser verwendet zu werden, ist es viel zu schade. Zur vollen geschmacklichen Entfaltung kommt es erst auf Fisch, Fleisch, Kartoffelgerichten und Salaten.

Das behutsam von Hand geerntete Fleur de Sel gibt es in Weiß bis Zartrosa. Die filigranen Salzkristalle wirken nahezu transparent. In unbehandeltem Zustand sind sie leicht feucht. Sie werden am besten von Hand dosiert oder im Mörser kurz zerstoßen. Aufgrund ihrer Feuchtigkeit und Größe eignen sie sich nicht für eine Salzmühle oder einen herkömmlichen Salzstreuer.

In Europa wird das Fleur de Sel in Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien gewonnen. Auch Mallorca, Ibiza, Sardinien, Formentera und La Palma haben ihre eigene Salzproduzenten. Angeboten werden auch Produkte aus Afrika und Bali. In Deutschland gibt es seit einigen Jahren einen Prozenten auf der Insel Sylt, der ein spezielles, mechanisches Verfahren zur Gewinnung der Salzblume aus der Nordsee entwickelt hat.

Seit dem 8. Jahrhundert wird in der französischen Bretagne das Fleur de Sel gewonnen. Dazu fließt das Meerwasser der rauen Atlantikküste durch angelegte Kanäle in spezielle Becken. Wind, Wasser und Sonne lassen das Wasser hier schnell verdunsten. Die Becken einer Saline werden als sogenannte Salzaugen bezeichnet.

Das Fleur de Sel entsteht vor allem an heißen und windstillen Tagen. Dann bildet sich an der Wasseroberfläche eine dünne Schicht der feinen Salzkristalle aus, die in traditioneller und sorgsamer Handarbeit mit Holzrechen und Holzschaufeln geerntet werden.

Fleur de Sel wird ganz natürlich und ohne Aromen angeboten. Gourmets, die Beimengungen wünschen, können sich zwischen den Geschmacksrichtungen Olive, Zitrone, Blüten, Pfeffer, Safran, Piment, Chili, Grüntee, Steinpilzen, Weiß- oder Rotwein, sowie mediterranen Kräutern entscheiden.

Flor de Sal ernte in Portugal

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